info@indus-bulklogistics.com +31(0)318 62 71 17

Alldra

 

Zuckerdekorunternehmen Alldra löst Lagerproblem mit der Anschaffung von Big-Bag-Handlingsystemen.

Mit nur dreißig Mitarbeitern Marktführer in Europa In Sachen Zuckerperlen und Zuckerstreuseln auf Eis und Süßwaren oder als Dekoration für Backwaren macht dem kleinen Betrieb keiner etwas vor, und das auf einem Markt, bei dem sich alles um Kundenanforderungen und kurze Lieferfristen dreht. Die Herausforderung bestand in der begrenzten Lagerkapazität. Alldra stellte kürzlich von Edelstahl-Behältern auf Big-Bag-Handlingsysteme um. „Damit können wir sogar drei aufeinander stapeln, ohne Kontaminationsrisiken einzugehen.“ So können wir auf Vorrat produzieren und Kunden in Spitzenzeiten, wie zum Beispiel bei Hitzewellen, eine Liefergarantie bieten“, erklärt Standortleiter Tony Schoorlemmer.

Ohne es zu wissen, konsumiert Ihre Familie wahrscheinlich dutzende Male im Jahr Produkte von Alldra: ein Softeis mit bunten Zuckerperlen, ein Eis mit Zuckerstreuseln oder englische Lakritze, oder aber Osterkränze mit Hagelzucker. Dabei handelt es sich zwar um winzige Produkte, doch sind diese Süßwaren die Krönung mancher Leckerei sowohl bezüglich Erscheinungsbild als auch beim Geschmack. Alldra beliefert hauptsächlich Betriebe für Eis-, Süß- und Backwaren. Perfetti Van Melle, Dr. Oetker, Nestlé, Holiday Ice und Baronie sind nur einige der vielen großen Marke, die Kunde sind. 70 Prozent der Jahresproduktion geht ins Ausland, in Länder wie Großbritannien, Spanien, Italien und Deutschland.

Enorme Produktpalette

Auffällig ist die enorme Produktpalette von Alldra. Variationen von harten und weichen Zuckerperlen bis hin zu Zuckerstreuseln und unterschiedlichen Zuckerdekoren. Konkurrenz kommt in diesem Nischenmarkt für Alldra aus Deutschland und Skandinavien. Der europäische Marktanteil bei harten Zuckerperlen beträgt in etwa 35 Prozent, der bei Zuckerstreuseln fast 25 Prozent. „Die meisten Konkurrenten produzieren zum Beispiel entweder nur harte oder weiche Zuckerperlen. Betrachtet man die gesamte Produktpalette, sind wir europäischer Marktführer“, erklärt Managing Director Hank van Hasselt stolz. Obwohl manche Kunden etwa 30.000 Kilogramm pro Monat abnehmen, liegen die meisten Schüttgutlieferungen unter 2000 Kilogramm. Auffallend ist, dass fast ausschließlich kundenspezifisch produziert wird. Tony Schoorlemmer erläutert: „Jede Marke will sich ausdrücklich von der Konkurrenz unterscheiden. Bei Geschmack und Körnergröße, aber vor allem auch durch die Farbe. Ein gut aussehendes Produkt verkauft sich besser.“ Der enorme Vorrat an Mustern von Allrad in zahlreichen kreativen Farbkombinationen liefert den Beweis für eine kundenspezifische Produktion. Bedeutend ist die Entwicklung beim Einsatz natürlicher Rohstoffe. So werden grelle Farben durch pastellartige Farbtöne ersetzt. „Der Kunde will keine negativ klingenden E-Nummern. Wir färben unsere Produkte beispielsweise mit Rotebeetesaft, Schwarzwurzel, Spinatsaft und Paprikaextrakt“, erläutert der Standortleiter.

Selbst backen voll im Trend

Ganz Holland backt. Davon hat wohl jeder schon gehört: Hausgemachte Backwaren sind in den Niederlanden voll im Trend. Durch TV-Programme zu diesem Thema ist der Verkauf von Zuckerdekor in den Supermärkten in den letzten zwei Jahren rasant angestiegen. Van Hasselt: „Auch im Ausland wird selbst backen immer populärer. So macht dieser Markt inzwischen etwa 30 Prozent unseres gesamten Umsatzes aus. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren wohl noch fortsetzen.“ Alldra ist in den vergangenen Jahres mit den steigenden Marktnachfragen mitgewachsen. Hat das Unternehmen aus Rijssen vor drei Jahren noch 75.000 Tonnen pro Woche produziert, so beträgt die heutige Produktion bereits 120.000 Tonnen pro Woche. Durch die letzten Erweiterungen im Jahr 2011 wurde ein Viertel mehr Produktionsfläche dazu gewonnen und diese Kapazitätszunahme ermöglicht. Schoorlemmer: „In diesen neuen Räumen nutzen wir besonders große Pfannen für die Produktion unseres Grundprodukts. Das Hinzufügen der Rohstoffe erfolgt automatisch. Das Dragieren geschieht ausschließlich auf handwerkliche Weise.“

Traditionell dragieren

Das Dragieren, eine Spezialität von Alldra, geschieht in insgesamt etwa zweihundert Kupferpfannen. Die erhitzten Pfannen mit Zucker drehen sich, und die Mitarbeiter dragieren mit Sirup und Stärke bis schöne runde, weiße Körner entstehen. Dies ist ein echtes Handwerk und wird von vierzehn erfahrenen Mitarbeitern ausgeführt. Die meisten arbeiten schon seit Jahrzehnten bei Alldra. Schoorlemmer: „Dragieren ist pures Fingerspitzengefühl. Stärke und Puderzucker müssen im richtigen Moment hinzugefügt werden, und anschließend muss das Ganze trocknen.“ Der Prozess, bei dem aus eckigen Zuckerkörnern größere runde Körner entstehen, dauert ca. anderthalb Tage. Der Kern wird durch das Aufbringen von immer neuen Schichten aufgebaut. Bei der Produktion von härteren Zuckerperlen fügt der Mitarbeiter Weizenstärke für den Trocknungsprozess hinzu. Ein Durcherhitzen ist notwendig, damit die Feuchtigkeit verdampfen kann. Weichere Zuckerperlen werden nur mit Puderzucker und Sirup getrocknet. Bei der Lagerung in den Big Bags härtet das Produkt weiter aus. Nach dem Dragieren folgt der Beschichtungsprozess in anderen Pfannen, wobei auch Aromen und Glanzmitteln hinzugefügt werden. Auch die kundenspezifische Farbe wird in diesem Schritt aufgebracht. Um eine Verschmutzung mit Metallteilchen zu verhindern, hat der Süßwarenhersteller Metalldetektoren angebracht. In den Kupferpfannen kann durch das Erhitzen nämlich Kupfer freigesetzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich in den gelieferten Rohstoffen Metallteilchen verbergen. „Die Metalldetektoren finden und entfernen das Metall sofort. So entsteht ein vollkommen sicheres Lebensmittelprodukt“, bemerkt Schoorlemmer, der noch hinzufügt, dass Alldra außerdem FSSC 22000 zertifiziert ist.

Vergrößerung der Lagerkapazität

Indus Integrated Bulk Logistics solids neva alldra 1Mit dem neusten Anbau im Jahre 2011 und der damit einhergehenden Vergrößerung der Lagerkapazität ist das Unternehmen auf dem besten Wege, die gesetzten Ziele zu erreichen: „Wir wollen in den nächsten Jahren stetig weiter wachsen. Dies ist durchaus realistisch, doch an unserem Standort in Rijssen gibt es keinen Platz mehr für zusätzliche Erweiterungen.“ Ein Umzug oder externe Produktion kommt für uns nicht in Frage. Dragieren ist ein mit äußerster Sorgfalt durchzuführender kundenspezifischer Qualitätsprozess, für den es keine schnelleren Produktionsmethoden gibt. Aus diesem Grund setzt Alldra auf die Optimierung bestehender Geschäftsprozesse, wie beispielsweise die Vergrößerung des Vorrats an Grundprodukt. Van Hasselt: „Das Wetter kann sich in Europa plötzlich ändern. In den Niederlanden kann es plötzlich wochenlang Temperaturen um die 30 °C geben. Bei unseren Kunden aus der Eisherstellung läuft die Produktion dann auf vollen Touren und man wünscht Zuckerdekor per Expresslieferung. In unserer Branche steht Schnelligkeit für Umsatz. „Die begrenzte Anzahl Quadratmeter Lagerkapazität konnte Alldra in der Höhe nicht ausnutzen. In der Hinsicht konnte also noch Raum gewonnen werden. Aus diesem Grund entschied das Unternehmen, teilweise die Lagerung in Edelstahlkisten auf Big-Bag-Handlingsystemen umzustellen.

Kombinierte Lagerung

Nach fünfzig Big-Bag-Handlingsystemen im Jahr 2013 schaffte Alldra in diesem Jahr erneut die gleiche Anzahl an. Schoorlemmer erklärt: „Unser Big-Bag-Lieferant NNZ in Groningen machte uns auf Indus Neva von Indus Integrated Bulk Logistics aufmerksam. Deren Big Bags passen nämlich exakt in die Lagerungs- und Stapelsysteme für Big Bags.“ Alldra nutzt die kombinierte Lösung für die Lagerung weicher Zuckerperlen. Die Wände der Big Bags bestehen aus widerstandsfähiger Gaze, daher ist ein stetiger Luftaustausch gewährleistet. Bei der Lagerung wird den Süßwaren weiter Feuchtigkeit entzogen und ein Verklumpen verhindert. Das Ergebnis ist ein sauberes und perfekt ausgehärtetes Endprodukt. Auch bei der Lagerung gefärbter Produkte nutzt Alldra dieses System. „Nicht nur die Qualität der gelagerten Produkte wurde verbessert, wir können mit den Indus Nevas dank der äußerst stabilen Konstruktion an der Unterseite auch in die Höhe lagern. Wir benutzen vierzig Lagerplätze, auf denen jeweils drei Big Bags aufeinander gestapelt werden können. Der große Vorteil ist die enorme Vergrößerung der Lagerkapazität. Wir können den Kunden bei Produktionsspitzen nun schneller unterstützen. Außerdem führte die Anschaffung zu einer Verbesserung bei der Aufteilung der Produktion und der Prozessüberwachung in unserem Unternehmen“, erklärt Schoorlemmer. Laut dem Standortleiter hat sich die Qualität gegenüber dem „alten“ System mit den Edelstahlkisten verbessert. Außerdem ließen sich diese nicht stapeln. „Wenn in einer Produktionsumgebung grobe Arbeiten durchgeführt werden, muss das Material auch mal einen Stoß vertragen können. Die Indus Nevas haben sich in der Praxis als solide bewährt und eignen sich besser für unsere Anforderungen als alternative Big-Bag-Handlingsysteme. Außerdem handelt es sich um ein System, bei dem keine losen Teile befestigt werden müssen. Es ist also zudem noch praktisch. Wir sind damit sehr zufrieden.“ Alldra ist auf den Geschmack gekommen. Das Unternehmen versucht stetig, die Prozesse weiter zu optimieren. „Wir bereiten uns auf Produktionsspitzen beim Kunden vor. Einen größeren Vorrat unseres weißen Grundprodukts anzulegen, zahlt sich aus. Zudem sind wir dabei, einen Rahmen zu integrieren, um an der Unterseite entladen zu können. Dies ist mit den Indus Nevas möglich. Damit ist kein Gabelstapler beim Entladen mehr nötig, der den Big Bag eine Zeit lang hochheben muss. Wir planen die heutige Anzahl an Big-Bag-Handlingsystemen 2015 noch zu verdoppeln“, meint Schoorlemmer abschließend zufrieden.

Informationen zu Alldra

Alldra wurde vor fünfzig Jahren gegründet und operierte im Laufe der Jahre für diverse Unternehmen, beispielsweise als Tochterunternehmen der CSM und gehörte sogar einmal zu Heinz. Nach einem Management-Buy-Out im Jahre 2004 ging Alldra an sechs Teilhaber. Im Jahr 2008 wurden vier der Teilhaber durch die heutigen Anteilseigner ausgezahlt. Der derzeitige Managing Director ist Hank van Hasselt. 2013 übernahm das ehemalige Aufsichtsratsmitglied die Leitung des Tagesgeschäfts. Der Name des Unternehmens setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Wörter „allemaal drageren“ (alles dragieren) zusammen und steht für den Zuckerverarbeitungsprozess von Alldra, der hier im Wesentlichen noch auf traditionelle Weise stattfindet.